Preisgekrönte Tourismuskarte: Die AllgäuWalserCard
Die AllgäuWalserCard wurde vom Ulmer Softwareunternehmen Wilken entwickelt und ist seit 2003 im deutschen Oberallgäu und im österreichischen Kleinwalsertal länderübergreifend im Einsatz. Die scheckkartengroße Chipkarte ist für Touristen Skipass, Busfahrschein, Eintrittskarte, Zimmerschlüssel und Gästepass in einem.
Die Karte ist bei der Verleihung des „Österreichischen Staatspreises für Multimedia und E-Business“ als Preisträger „E-Commerce und Kundenbindung“ ausgezeichnet worden.
Der E-Business-Gedanke sei in der elektronischen Gästekarte mit digitalem Meldeschein vorbildlich umgesetzt, hieß es in der Jurybegründung. Eine einzige Karte integriere erfolgreich 600 touristische Leistungsträger wie Hotels, Pensionen, Bergbahnen und den öffentlichen Nahverkehr. Darüber hinaus mache die intuitive Benutzerführung auch Laien die Bedienung leicht. Damit sei die AllgäuWalserCard ein rundum gelungenes Best-Practise-Beispiel für touristische Regionen in der ganzen Welt.
„Einzigartig an dem System ist die Flexibilität“, so der Kleinwalsertaler Tourismusdirektor Winfried Nesensohn. „Auf herkömmliche Prepaid-Karten können nur Standardleistungen, quasi Komplett-Menues, aufgebucht werden. Über die AllgäuWalserCard kann jeder Leistungsträger, egal ob Bergbahn, Erlebnisbad oder Hotelier, eigene Angebote „a la carte“ verkaufen. Und das ohne großes Programmier Know-how.“
Auch die Verwaltung wird entlastet, denn die AllgäuWalserCard löst das papierbezogene Meldeverfahren ab. Umständliche Doppelerfassungen entfallen. Hat ein Hotel den Gast ins Buchungssystem eingetragen, gehen die Daten elektronisch an die Kurverwaltung. Das spart den Behörden Zeit und senkt die Kosten.
Das Ulmer Softwareunternehmen Wilken hat die elektronische Multifunktionskarte an über 3.800 Betriebe geliefert. Rund 300.000 Chipkarten sind im Umlauf.


